Elektro-Mountainbikes – der neue Trend des Elektro MTBs

Elektro-Mountainbikes repräsentieren eine der Entwicklungen, in die sich E-Bikes seit etwa zwei Jahren ausdifferenzieren. Damit folgen die elektrisch angetriebenen den klassischen Fahrrädern, die es auch für unterschiedliche Einsatzzwecke gibt. Gebaut sind die Elektro-Mountainbikes für die Pisten abseits der Straße.

Die Käufer von Elektro-Mountainbikes haben grundlegend zwei Intentionen: Sie sind
a) offroad unterwegs, es geht vielfach um alpines Biken auch abseits gewohnter Strecken
b) nutzen junge Fahrer das Elektro-Mountainbike für den Fun-Bereich und entdecken natürlich ganz neue Möglichkeiten

Haibike Xduro RC MTB Hardtail 2014

Haibike Xduro MTB RC 2014 von profirad.de

Technik & Ausstattung von Elektro- Mountainbikes

Grundsätzlich handelt es sich um Geländeräder, das „Mountainbike“ ist als Sportgerät konzipiert und daher weniger ein Verkehrsmittel. Im Lieferumfang fehlen oft Klingel und Beleuchtung, allerdings weichen einige Hersteller von diesem Purismus ab und statten Elektro- Mountainbikes vollumfänglich aus.


Elektro-MTBs lassen ihre Fahrer auf keinem Gelände im Stich, für den starken Antrieb sorgt in der Regel ein Hinterrad-Nabenmotor. Obligatorisch ist das LCD-Display, viele der Elektro- Mountainbikes sind mit 24-Gang-Schaltung ausgestattet und verfügen über die modernen Lithium-Ionen-Akkus, eine Federung und Scheibenbremsen. Einige preiswertere Elektro- Mountainbikes werden auch mit Sieben-Gang-Schaltung angeboten. Der Motor mit 250 Watt verfügt über einen Freilauf und oft über einen Torque-Sensor, auf dem Display können die Fahrer die Geschwindigkeit, den Kilometerstand, die Akkuladung und die aktuelle Akkubeanspruchung ablesen.

Die Reichweite der Akkus kann bis 100 km betragen, für das Gelände statten die Hersteller die Elektro- Mountainbikes mit einer einstellbaren Federgabel inklusive Lockout sowie mit MTB-Bereifung aus. Gute Elektro- Mountainbikes sorgen für eine Energierückgewinnung, wenn der Fahrer selbst in die Pedale tritt oder bergab rollt. In diesem Fall generiert der Generator je nach Geschwindigkeit zwischen zwei bis rund acht Ampere und kann den Akku theoretisch in spätestens vier Stunden wieder voll aufgeladen haben. In der Praxis funktioniert das natürlich nicht durchweg, weil der Fahrer dann die ganze Zeit pedalieren oder bergab fahren müsste.

Ave XH5-29 MTB Bosch Mittelmotor von profirad.de

Ave XH5-29 MTB Bosch Mittelmotor von profirad.de

Neuere Antriebskonzepte wie die von Corratec oder KTM setzen auch auf den Mittelmotor und erreichen damit Höchstgeschwindigkeiten bis zu 50 km/h, das Fahrgefühl ändert sich durch den mittig verlagerten Schwerpunkt.


Zudem ist zwischen dem Full-Suspension-Konzept mit Federung vorn und hinten sowie dem Hardtail zu unterscheiden. Hardtails sind preisgünstiger, hier ist nur das Vorderrad gefedert. Sie sind auch leichter als die Full-Suspension-Bikes und verfügen über weniger wartungsanfällige bewegliche Teile. Auch ist ihr Rahmen steifer, die Kraftübertragung funktioniert dadurch besser. Der Komfort fällt natürlich bei Elektro-Mountainbikes in Full-Suspension-Bauart wesentlich höher aus.

Für wen sind Elektro-Mountainbikes interessant?

Alltagsfahrer werden vermutlich bevorzugt Full-Suspension-Bikes bevorzugen, Sportler die Hardtails. Beide Nutzergruppen dürften künftig in höheren alpinen Lagen anzutreffen sein, denn der leistungsfähige Antrieb der Elektro-Mountainbikes ermöglicht selbst ungeübten Fahrern, sich in schwieriges Gelände vorzuwagen. Veranstalter etwa von Transalp-Fahrten werden versuchen, mit dem Elektro-Mountainbike größere Kundenkreise als bisher anzusprechen. Damit könnten endlich auch normale Alltagsradler, sogar Familien mit dem Rad schwierige Bergstrecken bewältigen.


Für den nächsten Urlaub in den Bergen gibt es ebenfalls Pedelec-MTBs mit mehreren Stufen: 1 = 25% Unterstützung 2 = 50% Unterstützung 3 = 150% Unterstützung. Somit können auch weniger geübte und sportliche Fahrer den Partner an Ziele begleiten, die beispielsweise im Vorjahr nur schiebender weise anzufahren waren, weil das eigene Rad für die eigene Kondition einfach zu schwer war. Wenn allerdings Schiebe- / Tragepassagen auf dem Weg liegen, kann das Pedelec-MTB zum Problem werden, denn Akku und Motor bringen meist 23 kg und mehr auf die Waage.

Vor- und Nachteile der Elektro-Mountainbikes

Wenn ein Elektro-Mountainbike nicht voll verkehrstüchtig ausgestattet ist, kann es praktisch im Straßenverkehr nicht genutzt werden, doch das Licht und die Klingel lassen sich leicht nachrüsten. Die Vorteile liegen dann durch die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten auf der Hand.

Vorteile E-MTBs:

  • Bequemlichkeit
  • Elektrounterstützung bei Bedarf ein-/ausschalten
  • Sauber! Kein Öl, kein Fett, kein Benzin
  • Geeignet für jedes Alter und jeden Trainingszustand
  • erweitert Aktionsradius für junge und sportliche Personen
  • Erhöht die Reisegeschwindigkeit
  • Bewältigung auch extremer Steigungen
  • größere Flexibilität bei der Streckenführung
  • lange Akku-Leistung im täglichen Gebrauch
  • behinderte und ältere Personen erhalten die Möglichkeit, an Radtouren mit Steigungen, Gegenwind und/oder schwerem Gelände teilzunehmen
  • umweltfreundlich
  • bewegungsfördernd
  • hohe Entfernungen zurücklegbar

 
Nachteile E-MTBs:

  • Gewicht
  • hohen Anschaffungskosten und Folgekosten für weitere Akkus
  • Wartung
  • evt. Versicherung

Was kostet ein Elektro Mountainbike

E-MTBs sind sicher nicht die günstigste Anschaffung. Wie bei „normalen“ Mountainbikes kostet ein vernünftiges Rad mit einer sicheren Ausstattung, Zubehör, Rahmen etc. nicht wenig. Ich habe schon Elektro-MTBs für ca. 1000 Euro gesehen, kann mich jedoch keinesfalls mit deren Qualität und Ausstattung anfreunden. Ab 1300,- bis 1400,- Euro sollte es erste einfache Einsteigermodelle geben. Für ein gutes E-Mountainbike müssen meisten ab 2000,- Euro eingeplant werden. 3000,- bis 4000,- Euro sind für hochwertige Bikes jedoch keine Seltenheit.

» Eine Übersicht der E-MTBs auf profirad.de

Eine andere Frage ist noch spannender: Welcher Motor setzt sich durch? Der Trend könnte zum Mittelmotor gehen, denn der Schwerpunkt im Gelände stellt sich damit optimaler dar. Diese Frage ist aber noch nicht entschieden

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